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"Erdenhüterinnen" - Buch
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"Erdenhüterinnen" - Buch
"Leseprobe"

Es ist leicht, sich scheinbar berührt zu fühlen oder zu lieben, wenn alle Bedingungen stimmen. Wenn der Rahmen gut abgesteckt ist. Ich möchte euch das Berühren und Lieben zeigen, egal oder gerade weil die Bedingungen so sind wie sie sind und es notwendig ist, den gewohnten Rahmen dieser heutigen Lebensart zu sprengen.


Wir müssen heimkommen zu einer Art natürlichem Dasein. Zur Natur der Dinge selbst, die möchte, dass wir uns leidenschaftlich lieben und damit auch das unendliche Leben, in das wir eingebunden sind. Es bedeutet die Öffnung zu finden, zur irdisch-kosmischen Familie aller Wesenheiten. Unser Geist und unser Herz sollen frei werden, um eigenmächtig handeln zu können, ohne Normvorgaben und konditionierter Verführungen. Lasst euch begleiten in ein neues Denken, Fühlen, Handeln – dies ist Evolution. Wir stecken eh schon mitten drin, schaut in die Welt. All diese Veränderungen sind notwendig, weil wir so nicht weiterleben können und weil der göttliche Plan sich eh weiter webt und uns in ein Kommen und Gehen, in ein Loslassen und Annehmen führt.

Das Weibliche trägt das Leben – deshalb sind wir so verantwortlich, dass Frau leben kann, dass sie zu lieben vermag, dass sie zu hüten, nähren und gebären vermag. Dass sie erschaffen und zerstören kann je nachdem, was wahrhaftig ist. Dass sie schlichtweg aus sich selbst heraus weiß, wer und was sie ist. Darin auch ahnend, dass sie eine Liebende und eine Radikale zugleich ist. Radikal im Sinne von: sie lässt sich nicht bestechen, beschwatzen, verführen und umschmeicheln.

Eine Liebend-radikale lehnt ab, was nicht der Liebe dient. Der Liebe in Allem, was allein dem Leben, der Freude, des Wachstums, der Heilung und einer kreativen Bewusstheit für Evolution angehören soll. Sie ist eine total Liebende und somit eine radikal Liebende. Nur so ist das gemeint.

Wir haben alle eine Mission der Freiheit und Schönheit und wir haben Vorbilder zu sein & FührerInnen für unsere Kinder, für eine Weltenfamilie und als diese zu leben und zu lieben.

Es gibt keine Ressourcen, die wir nutzen können, wie es uns beliebt – es gibt nur Familie. Die Erde ist eine kosmisch-globale Familie.

Aber letztendlich schreibe ich,
weil ich liebe.


Ich schreibe, weil ich dieser kosmischen Erde mein Erdenherzblut geben muss, mein angeborenes Versprechen einhalte: wild und liebend wahrhaftig zu leben voller Innigkeit - für ein Leben aller. Und mit wild meine ich unkonditioniert & aufgerichtet in meinem Dasein.

Ja, ich erhebe keine neue Technik! Ich will mich mit meinem ganzen KörperSein erzählen lassen und zeigen was ich tue, was wir Frauen zu tun vermögen. Aus unserer Erinnerung heraus, ohne dass wir uns wieder an Systemen festhalten müssten. Systeme sind vergänglich, unsere Bewusstheit, unsere tiefe Quelle, unser innerer Kristall keineswegs. Nicht eingezwängt, instinktgehemmt und blutleer sollen wir uns fühlen, sondern agil bis auf die Knochen, voller Wissen um unsere Weisheit, gehaltvoll und saftig, in jedem Moment neu in Berührung zu Leben. Aus der Stille geboren.

Jede/r möge sich hineinfühlen in diese Zeilen und Bilder, ohne dass es der Intellektualität des Verstandes bedarf. Dieses Buch ist ein sinnlich Forschendes und Erzählendes und erhebt keinen Anspruch auf sogenannt literarisch - wissenschaftliche Normvorgaben. Deshalb - und nur deshalb kann ich schreiben, weil ich mir in meiner Art als Frau die Worte zu wählen, das Ja gebe, ohne dass mir der schriftstellerische Vergleich die Tinte gefrieren ließe.

Ich schreibe, weil die Unterdrückung der weiblichen Art und damit der Erde und unseren Kindern nach wie vor nach Erlösung sucht. Und ich schreibe, weil wir Frauen immer noch durchdrungen sind von Anpassung, Eifersucht, Scham und scheinbarer Hilflosigkeit. Der Lilithmythos bleibt nach wie vor unerlöst, worüber uns eigentlich die Haare zu Berge stehen müssten, anstatt sie abzurasieren, färben, glätten, locken.... Der Androzentrismus (= das Männliche bestimmt Maßstab und Norm) hat sich subtil in allen Herzen und Köpfen festgesetzt, vorbei an jeglichem Fortschritt. Doch unser Planet Erde erträgt dieses Ungleichgewicht nicht mehr und bäumt sich immer eindrücklicher auf. Warum auch nicht? Und wir Frauen, als so erdenbezogenes Geschlecht, dürfen uns nicht zerreißen oder hilflos eindämmern lassen in der Auseinandersetzung mit diesen scheinbaren Wahrheiten und Gesetzmäßigkeiten unserer Gesellschaftsstruktur. Wir haben Neues hinzu zu leben. Jenseits von einem sich fangen lassen und miteifern in endlosen, wissenschaftlichen Diskussionen und deren Gesetzmäßigkeiten.

Ich schreibe weil ich schon so lange ein tief ungemütliches Gefühl habe und von einem Ton in der Luft in Träumen höre, der uns alle diktiert. Wir befinden uns in einem weltweit organisierten, feudalistischen System und sind DienerInnen darin. Der Unterschied ist allein der noch bestehende Luxus, welcher uns erscheinen lässt, dass wir freier seien als zu Zeiten des Mittelalters – doch dieser Luxus ist im Vergehen und das Klassenmodell durch monopolistische Agitationen, wächst in den schnellen Zügen der Privatisierungen. Wir sind wie Leibeigene der Banken, der Industrieellen und des Konsumdiktates. So elementare, so symbolische Güter, die dem Archetyp der Großen Mutter angehören, werden in Besitz weniger Menschen genommen und das schmerzt:
Wasser, Saatgut, Land und Heilkräuter.
Kann das ein Denken, Fühlen und Verhalten sein aus unserem Frauenherzen, unseren Brüsten und unserem Frauenbauch heraus - den Töchtern der Großen Mutter? Wie kann es sein, dass Frauen an entscheidenden Positionen, diese Geschichte mit vorantreiben? Frau, die für Leben erschaffen und gleichwertigem Erhalten und Verteilen gemeint ist?

Ich schreibe und zeige mich, weil meine Frauenwildnis sich in jeder spiegeln kann. Schreibe, weil ich all diese Ausgrenzungen, all diese Scham, alles intellektuelle Säbelrasseln, alle Furcht und Kraftlosigkeit so nicht mehr hinnehmen kann.

Und ich schreibe für diese hohe Zeit. Ja, es ist hohe Zeit, Hochzeit zu halten, mit all unseren tiefen Anteilen. Ausnahmslos. Und wahrlich Hochzeit zu halten mit allen Gegensätzen innerweiblicher Natur, wie auch dem von Frau und Mann. Ja, ich träume die Hingabe an die Ver-Antwort-ung und den lebendigen, wunderschönen Fluß allen Lebens - Gemeinsam.

Sinn macht nur dies.